Dienstag, 18. NOVEMBER 2014 - Nufarm Deutschland

Dienstag, 18. NOVEMBER 2014



AGENDA

WELCOME TO NUSEED
Corporate Overview
Tour of Nuseed Research Facilities (Nuseed site)

Visit to Seed Sites / Famers – harvesting time
Canola & Winter cereals
Rotation farming
Arapiles near Natimuk (German Heritage town)

DINNER: BBQ in the Botanical Gardens – Mark Slatter


Zum Vergrößern klicken!Von Werribee ging es am Dienstag, den 18.11.2014 in ca. 4 stündiger Fahrt Richtung Nordwesten nach Horsham zur Zuchtsation der NuSeed.

Die NuSeed konzentriert sich auf die Züchtung und den Vertrieb von Sommerraps, Sonnenblumen und Sorghum-Arten und ist weltweit in den Regionen aktiv, in denen diese Kulturen und ihre Sorten Bedeutung haben.

D. Scollary (Buisness Service Manager) stellte uns die Aktivitiäten der NuSeed vor und führte uns anschließend über das Gelände. Hohe Erwartungen werden in „Canola“ (Sommerraps) Züchtungen gesetzt, mit denen auf pflanzlicher Produktionsbasis Ölqualitäten (Omega -3 Fettsäuren) erzeugt werden können, die sonst nur aus dem Fett/Öl von Fischen produziert werden können. Diese neuen Rapsöle stoßen im asiatischen Raum auf sehr großes Interesse, weil dadurch der Fischfang reduziert werden könnte. Diese durch Raps produzierten Öle können sowohl in der tierischen als auch der menschlichen Ernährung eingesetzt werden.


Zum Vergrößern klicken!Von Horsham ging es nach dem Mittagessen nach Natimuk, ca. 30 km südwestlich. In Natimuk erzählte uns ein Mitarbeiter des Heimatmuseums von seinen Vorfahren und anderen deutschen Einwanderern, die die Gegend urbar gemacht und besiedelt hatten. Diese Einwanderer hatten mit sehr großen Problemen zu kämpfen und mussten nahezu alles selbst herstellen oder über weite Wege transportieren. Wir besichtigten dann den fast ausgetrockneten Lake Natimuk und Mount Arapilies. Dieser Berg überragt die umgebende Landschaft und ermöglicht einen weiten Blick über das Land. Auch hier war die Trockenheit dieses Jahres deutlich zu sehen: die Mähdrescher konnten aufgrund der niedrigen Erträge (nur ca. 1,2 t bei Gerste und Raps) zügig arbeiten.
Zum Vergrößern klicken!Vom diesen Aussichtsberg ging es dann auf das Rapsfeld eines Landwirtes, der mitten in der Ernte war. Dieser Betrieb bewirtschaftet 600 ha Fläche und betreibt zusammen mit seinen Brüdern ein Lohnunternehmen mit vier Mähdreschern mit je 12 m Arbeitsbreite. Diese Mähdrescher arbeiten in verschieden Distrikten in Australien mit mehreren Großbetrieben und kommen auf je 5000 ha Fläche pro Jahr. Seine Erträge sind genau wir die bei anderen Kollegen dieses Jahr aufgrund der Trockenheit sehr niedrig und decken kaum die Kosten. Insgesamt wird versucht mit wenig Aufwand bei niedrigen Ertragsniveau (low input - low output) zu recht zu kommen. Es wird abgespritzt, direkt eingesät und abhängig von der Ertragserwartung, vor Regen gedüngt. Die Unkrautbekämpfung wird möglichst genau auf das Unkrautspektrum abgestimmt und knapp kalkuliert. Man achtet sehr genau auf die Anwendungsbedingungen und nutzt Hinweise von Firmen und anderen Einrichtungen, um möglichst gute Wirkungsgrade zu erreichen. In Australien werden ca. 20 % der Fläche mit toleranten GMO Rapssorten für Glyphosate, ca. 8 % für Clearfield und ca 60 % mit simazintoleranten Sorten bestellt.
Die interessanteste Frucht auf diesem Betrieb waren die Linsen. Davon erntete er 0,7 t/ha und für die Tonne erzielt er einen Erlös von 860 $. Damit schneidet er nach eigenen Aussagen besser ab als mit Getreide oder Raps. Die Linsen dort werden nur ca. 15 cm hoch und erfordern absolut ebene Felder um sie mit 12 m breiten Mähdreschern ernten zu können.

Vom Feld ging es dann ins Hotel in Horsham. Das Abendessen wurden mit einer Rasenbowlingrunde mit einigen Kollegen der NuSeed verknüpft, es war eine riesen Gaudi und führte zu der Erkenntnis, dass bayerische Eisstockschützen auch mit eiernden australischen Bowlingkugeln treffen.



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