Mittwoch, 19. NOVEMBER 2014 - Nufarm Deutschland

Mittwoch, 19. NOVEMBER 2014



AGENDA

Yaloak Estate
Machinery and Spray handling equipment
Weedmaster pre harvest


Zum Vergrößern klicken!Für Mittwochnachmittag (19.11.2014) stand die Besichtigung eines australischen Großbetriebes auf dem Programm. Die Fahrt von Horsham zur Farm dauert ca. vier Std. Die „Yaloak Estate Farm“ bewirtschaftet 65.000 ha, verteilt auf fünf Standorte, und liegt ca. eine Stunde nordwestlich von Melbourne. Sie ist in Privatbesitz und wird von einem Farmmanager geleitet. Zu den Flächen gehören hügelige Bereiche, die mit lokalen Baumarten (meist Eukalyptus) mit Fördermitteln angepflanzt werden oder, soweit das Gelände es zulässt, mit Weidelgräsern eingesät und mit Schafen beweidet werden. Für die Einsaat solcher hügeligen und z.T. sehr steinigen Flächen hat der Betrieb eine Selbstbausämaschine konstruiert, die sechs Meter breit und mit sehr großen Scheibenscharen und LKW-Rädern als Andruckrollen ausgestattet ist. Diese Maschine wird hinter eine Raupe gespannt und dann wird in abgespritzte alte Weide- oder Ödflächen eingesät.
Zum Vergrößern klicken!Die guten Flächen des Betriebes werden mit Weizen, Gerste und Raps bestellt. Der Betrieb hat z. Teil sehr tonige Böden, die mit dem hier im zeitigen Frühjahr anfallenden relativ hohen Niederschlagsmengen schlecht zurechtkommen. Diese werden deshalb in Beetkultur bearbeitet, damit die Dämme schneller abtrocknen und das Wasser in den Furchen abfließen kann. Eingesät wird in die Beete mit einer 10 m Direktdrillmaschine, die Saatgut und Grunddüngung in einen Arbeitsgang durchführt. Die Erträge liegen bei 3-3,5 t Getreide und 2-3 t Canola-Raps. Für die diese schweren Böden hat der Farmmanager ein Meliorationsverfahren entwickelt, welches das Wasserhaltevermögen deutlich verbessert und die Erträge in den letzten beiden Versuchsjahren auf 100ha verdoppelt hat. Dieses Jahr wurden weitere 100 ha Weideland von Steinen geräumt und für die Melioration vorbereitet. Diese wird nächstes Jahr durchgeführt. Dazu bringt der Betrieb 20t /ha Putenmist tief in Streifen in den Boden ein. Das verbessert die Wasserhaltefähigkeit, die Durchlüftung und Ertragsleistung enorm. Der Betrieb hat auch mit resistenter Trespe zu kämpfen. Flächen auf denen die Probleme überhand nehmen und weder Glyphosat noch andere Gräserherbizide wirken, werden für mehrere Jahre eingesät und mit Schafen beweidet. Das reduziert den Besatz und anschließend sind erneut mehrere Jahre Ackerbau möglich. Neben dem Ackerbau werden mehrere tausend Schafe zur Fleischproduktion gehalten. Die Lämmer werden aufgezogen und nach Bedarf der Abnehmer bis 50 kg Schlachtgewicht auf den Weiden gehalten.

Nach dieser umfassenden Betriebsbesichtigung ging es zurück nach Melbourne ins Crown Metropol Hotel.



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